Was ist ein LLM? Large Language Models einfach erklärt (Teil 2)

Was ist ein LLM? LLM steht für Large Language Model, auf Deutsch: großes Sprachmodell. Solche Modelle stecken hinter Chatbots wie ChatGPT, Claude und Gemini. In diesem Artikel erfährst Du, was ein LLM ist, wie es funktioniert und wo seine Grenzen liegen. Vorkenntnisse brauchst Du nicht.

LLM - Grafik

Stand: Januar 2026, im Oktober 2026 überarbeitet und ergänzt. Neu ist unter anderem der Abschnitt LLMs 2026: Was Chatbots inzwischen zusätzlich können.

Das Wichtigste in Kürze

  • LLM steht für Large Language Model (großes Sprachmodell). Gemeint ist ein KI-Modell, das mit sehr großen Textmengen trainiert wurde und selbst Texte erzeugen kann.
  • Ein LLM berechnet Wort für Wort, wie ein Text am wahrscheinlichsten weitergeht. Eine Datenbank mit fertigen Antworten gibt es nicht.
  • ChatGPT, Claude und Gemini sind Chatbots, die auf LLMs aufbauen. Viele dieser Chatbots können inzwischen auch im Web suchen, Bilder verarbeiten und sich Angaben merken.
  • LLMs machen Fehler und erfinden manchmal Angaben (Halluzinationen). Wichtige Aussagen solltest Du nachprüfen.

Künstliche Intelligenz begegnet uns mittlerweile überall im Alltag. Besonders LLMs haben in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt. Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini können Texte schreiben, Fragen beantworten und sogar programmieren. Doch was genau ist ein LLM eigentlich und wie funktioniert diese Technologie?

Dieser Artikel richtet sich an alle, die mit KI noch nicht vertraut sind oder gerade erst anfangen, sich damit zu beschäftigen. Ich erkläre Dir hier die Grundlagen so einfach wie möglich und setze kein Vorwissen voraus. Fachbegriffe wie Token, Kontext-Fenster oder Halluzination erkläre ich an der Stelle, an der sie vorkommen. Am Ende verstehst Du, was hinter den intelligenten Chatbots steckt, und kannst die Technologie selbst sinnvoll nutzen.

Was bedeutet LLM eigentlich?

LLM ist die Abkürzung für Large Language Model, auf Deutsch: Großes Sprachmodell. Der Name beschreibt schon ganz gut, worum es geht. Es handelt sich um ein Computerprogramm, das mit Sprache arbeitet und dabei auf einer enormen Datenmenge basiert.

Ein LLM wurde darauf trainiert, menschliche Sprache zu verstehen und selbst zu produzieren. Es kann Texte lesen, interpretieren und darauf reagieren – fast so, als würdest Du Dich mit einem sehr belesenen Menschen unterhalten. Die bekanntesten Beispiele sind die Modelle hinter ChatGPT von OpenAI, Claude von Anthropic und Gemini von Google. Sie nutzen alle die gleiche Grundtechnologie, unterscheiden sich aber in Details und Fähigkeiten.

Das „Large“ im Namen bezieht sich darauf, dass diese Modelle mit gigantischen Mengen an Textdaten trainiert wurden. Wir sprechen hier von Milliarden bis Billionen von Wörtern aus Büchern, Websites, Artikeln und anderen Quellen. Durch diese riesige Datenbasis können LLMs Zusammenhänge erkennen und auf die unterschiedlichsten Fragen reagieren.

LLM oder Chatbot: Was ist der Unterschied?

Im Alltag wird beides oft gleichgesetzt. Genau genommen ist das LLM das Sprachmodell im Hintergrund. Der Chatbot ist das Programm, in das Du Deine Frage tippst. ChatGPT ist also die Anwendung, die Modelle dahinter gehören zur GPT-Reihe von OpenAI. Bei Claude und Gemini heißen Anwendung und Modell gleich.

Der Chatbot stellt dem Modell zusätzliche Werkzeuge bereit, zum Beispiel eine Websuche. Deshalb kann ein Chatbot manches, was ein reines Sprachmodell nicht kann. Mehr dazu steht im Abschnitt LLMs 2026.

LLM vs. KI – Was ist der Unterschied?

Viele verwenden die Begriffe LLM und KI synonym, aber das ist nicht ganz korrekt. Ein LLM ist eine spezielle Form von Künstlicher Intelligenz. KI ist der Oberbegriff für alle Technologien, die Aufgaben erledigen können, für die normalerweise menschliche Intelligenz nötig wäre.

Es gibt viele verschiedene Arten von KI. Sprachassistenten wie Alexa oder Siri nutzen KI, um Sprachbefehle zu verstehen. Bilderkennungssysteme nutzen KI, um Gesichter oder Objekte in Fotos zu identifizieren. Empfehlungsalgorithmen bei Netflix oder Spotify nutzen KI, um Dir passende Inhalte vorzuschlagen.

LLMs sind auf Sprache und Text spezialisiert. Ihre Stärke liegt darin, Texte zu verstehen und zu produzieren. Viele aktuelle Modelle können inzwischen zusätzlich Bilder oder gesprochene Sprache verarbeiten, man nennt sie multimodal. Der Kern bleibt aber die Arbeit mit Sprache. Die Fortschritte bei LLMs in den letzten Jahren waren so groß, dass sie die Wahrnehmung von KI in der breiten Öffentlichkeit komplett verändert haben.

Wenn Du mehr über die Grundlagen von KI im Allgemeinen erfahren möchtest, schau Dir gerne meinen Artikel Was ist KI? an.

Wie funktioniert ein LLM? Die Grundlagen

Wie schafft es ein Computerprogramm, so zu schreiben, als wäre es ein Mensch? Die Antwort liegt in zwei Schritten: dem Training und der eigentlichen Funktionsweise.

Das Training: Wie LLMs lernen

Stell Dir vor, Du lernst eine neue Sprache. Du liest Bücher, hörst Gespräche und schaust Filme in dieser Sprache. Nach und nach erkennst Du Muster: Bestimmte Wörter folgen oft aufeinander, manche Satzstrukturen kommen immer wieder vor, und Du bekommst ein Gefühl dafür, wie sich die Sprache anhört.

Genau so lernt auch ein LLM, nur in viel größerem Maßstab. Es wird mit riesigen Textmengen gefüttert – Milliarden von Sätzen aus dem Internet, aus Büchern, wissenschaftlichen Artikeln und vielen anderen Quellen. Das Modell analysiert diese Texte und erkennt Muster. Es lernt, welche Wörter häufig zusammen auftreten, wie Sätze aufgebaut sind und welche Antworten auf bestimmte Fragen typisch sind.

Wichtig ist: Das LLM lernt nicht auswendig. Es speichert nicht jeden einzelnen Text, den es gelesen hat. Stattdessen entwickelt es ein statistisches Verständnis dafür, wie Sprache funktioniert. Es erkennt Zusammenhänge und Wahrscheinlichkeiten.

Das Training endet an einem bestimmten Tag, dem Wissensstichtag (englisch: Knowledge Cutoff). Was danach passiert ist, kennt das Modell von sich aus nicht. Bei aktuellen Themen kann die Antwort deshalb veraltet oder falsch sein, wenn der Chatbot nicht zusätzlich im Web sucht.

Token – Die Bausteine der Sprache

Bevor ein LLM mit Text arbeiten kann, muss es ihn in kleinere Einheiten zerlegen. Diese Einheiten nennt man Token. Ein Token kann ein ganzes Wort sein, aber auch nur ein Teil davon oder sogar einzelne Satzzeichen.

Ein Beispiel: Das Wort „Künstliche“ könnte in die Token „Künst“ und „liche“ aufgeteilt werden. Das Wort „Intelligenz“ vielleicht in „Intelli“ und „genz“. Für das LLM ist das die natürliche Art, Sprache zu verarbeiten.

Als Faustregel für englische Texte nennt OpenAI: Ein Token entspricht etwa vier Zeichen oder drei Vierteln eines Wortes. In anderen Sprachen kann das Verhältnis anders ausfallen.

Warum ist das wichtig für Dich als Nutzer? Weil LLMs Limits haben, wie viele Token sie auf einmal verarbeiten können. Diese Obergrenze heißt Kontext-Fenster. Das ist der Grund, warum ChatGPT und andere Tools manchmal eine maximale Länge für Eingaben oder Antworten haben. Je mehr Token Du in Deiner Anfrage verwendest, desto weniger Token bleiben für die Antwort übrig. Die Größe des Kontext-Fensters variiert je nach Modell, aber das Prinzip ist immer das gleiche.

Die Funktionsweise: Wie LLMs antworten

Wenn Du einem LLM eine Frage stellst, arbeitet es im Hintergrund wie ein sehr ausgeklügelter Textvorhersage-Mechanismus. Das Modell liest Deine Eingabe, versteht den Kontext und beginnt dann, Wort für Wort eine Antwort zu generieren.

Dabei fragt es sich bei jedem einzelnen Wort: „Welches Wort ist jetzt am wahrscheinlichsten?“ Es wählt nicht einfach irgendein passendes Wort, sondern berechnet auf Basis seines Trainings, welches Wort in diesem Kontext statistisch am sinnvollsten ist. So entsteht nach und nach ein zusammenhängender Text.

Das LLM hat keine Datenbank, in der Antworten gespeichert sind. Das Modell selbst greift auch nicht auf das Internet zu. Es erzeugt seine Antwort neu, auf Grundlage der Muster, die es beim Training gelernt hat. Das ist vergleichbar mit einem erfahrenen Autor, der nicht nachschlagen muss, sondern aus seinem Wissen und seiner Erfahrung schöpft.

Chatbots wie ChatGPT, Claude und Gemini können inzwischen zusätzlich im Web suchen. Dann holt ein Programm aktuelle Seiten, das Modell formuliert daraus die Antwort, und Du bekommst die Quellen angezeigt.

Was können LLMs? Praktische Anwendungen

LLMs sind erstaunlich vielseitig. Hier sind einige der häufigsten Einsatzbereiche:

Texte schreiben und bearbeiten: LLMs können Artikel, E-Mails, Social-Media-Posts oder Produktbeschreibungen verfassen. Sie können auch bestehende Texte umformulieren, kürzen oder erweitern.

Fragen beantworten: Du kannst einem LLM praktisch jede Frage stellen – von einfachen Fakten bis zu komplexen Erklärungen. Die Antworten sind oft detailliert und gut verständlich.

Zusammenfassungen erstellen: Lange Artikel, Berichte oder Dokumente kann ein LLM auf die wichtigsten Punkte reduzieren. Das spart Zeit beim Lesen.

Übersetzen: LLMs können Texte zwischen vielen Sprachen übersetzen und dabei oft den Kontext besser berücksichtigen als klassische Übersetzungstools.

Programmieren: Viele LLMs können Code in verschiedenen Programmiersprachen schreiben, erklären oder debuggen. Das ist besonders für Einsteiger in die Programmierung hilfreich.

Kreative Aufgaben: Geschichten schreiben, Gedichte verfassen, Ideen für Projekte entwickeln – LLMs können auch kreativ arbeiten.

Alltägliche Beispiele: Du kannst ein LLM bitten, einen Wochenplan für gesunde Mahlzeiten zu erstellen, Dir bei der Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch zu helfen oder komplizierte Themen in einfachen Worten zu erklären.

Je besser Du lernst, mit einem LLM zu kommunizieren, desto nützlicher wird es für Dich. Wie Du durch geschickte Formulierungen bessere Ergebnisse erzielst, zeige ich in Teil 4 dieser Serie: Prompting – So kommunizierst Du richtig mit einer KI.

Kann ein LLM wirklich denken?

Die kurze Antwort: Nein. Ein LLM denkt nicht im menschlichen Sinne. Es hat kein Bewusstsein, keine Gefühle und kein echtes Verständnis für die Bedeutung der Wörter, die es verwendet.

Was ein LLM macht, ist hochentwickelte Mustererkennung. Es analysiert statistische Zusammenhänge und produziert auf dieser Basis Texte, die für uns sinnvoll klingen. Das kann so überzeugend sein, dass es wirkt, als würde das Modell nachdenken. Aber dahinter steckt keine Intelligenz im menschlichen Sinne, sondern ein mathematischer Prozess.

Ein großes Problem sind sogenannte Halluzinationen. Das bedeutet, dass LLMs manchmal Informationen erfinden, die falsch oder komplett aus der Luft gegriffen sind. Sie tun das nicht absichtlich, sondern weil ihr Ziel ist, plausibel klingende Texte zu produzieren – nicht zwingend wahre Texte. Wenn ein LLM zu einem Thema keine ausreichenden Trainingsdaten hat, füllt es Wissenslücken mit erfundenen Details. Prüfe wichtige Angaben deshalb an einer zweiten Quelle, vor allem Zahlen, Zitate sowie Auskünfte zu Gesundheit, Recht und Geld.

Logisches Schließen und Rechnen waren lange eine Schwäche von LLMs. Seit Ende 2024 gibt es sogenannte Reasoning-Modelle, die eine Aufgabe erst in Zwischenschritten durcharbeiten, bevor sie antworten. Bei Mathematik, Logik und Programmieren liefern sie bessere Ergebnisse. Fehler machen sie trotzdem, deshalb solltest Du Rechnungen und Schlussfolgerungen nachprüfen.

Ein LLM erinnert sich von sich aus auch nicht an frühere Gespräche. Chatbots wie ChatGPT, Claude und Gemini haben dafür inzwischen eine Gedächtnisfunktion, die Du in den Einstellungen abschalten kannst.

LLMs sind mächtige Werkzeuge, aber sie ersetzen nicht menschliches Denken. Sie sind Assistenten, keine autonomen Experten.

Bekannte LLM-Beispiele im Überblick

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von LLMs auf dem Markt. Hier sind die wichtigsten:

ChatGPT (OpenAI): Der wohl bekannteste Chatbot auf LLM-Basis. ChatGPT hat den Hype um KI maßgeblich ausgelöst und wird von Millionen Menschen weltweit genutzt. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Versionen mit unterschiedlichen Funktionen.

Screenshot Eingabemaske von ChatGPT Was ist ein LLM?
Eingabemaske von ChatGPT (Januar 2026)

Claude (Anthropic): Claude legt besonderen Wert auf Sicherheit und hilfreiche Antworten. Das Modell gilt als besonders gut darin, längere Texte zu verarbeiten und komplexe Aufgaben zu verstehen.

Eingabemaske von Claude
Eingabemaske von Claude (Januar 2026)

Gemini (Google): Googles LLM ist tief in die Google-Dienste integriert und kann auch auf aktuelle Informationen aus dem Internet zugreifen.

Eingabemaske von Gemini
Eingabemaske von Gemini (Januar 2026)

Perplexity: Perplexity ist genau genommen kein eigenes LLM, sondern eine Antwort-Suchmaschine. Sie durchsucht das Web, lässt die Antwort von einem Sprachmodell formulieren und nennt die Quellen dazu. Dafür nutzt Perplexity ein eigenes Modell namens Sonar und Modelle anderer Anbieter wie OpenAI, Anthropic und Google. Das ist praktisch, wenn Du Angaben nachprüfen willst.

Eingabemaske von Perplexity
Eingabemaske von Perplexity (Januar 2026)

Es gibt noch viele weitere Modelle, zum Beispiel Llama von Meta, Grok von xAI, die Modelle von Mistral AI oder DeepSeek. Dazu kommen offene Modelle, die sich auf dem eigenen Rechner betreiben lassen. Jedes Modell hat seine Stärken und Schwächen. Einen Vergleich findest Du in Teil 3 dieser Serie: KI-Modelle im Vergleich – wer kann was?

LLMs 2026: Was Chatbots inzwischen zusätzlich können

Die Grundlagen oben gelten weiter. Die Chatbots, in denen die Modelle stecken, haben aber dazugelernt. Stand Oktober 2026 ist Folgendes üblich:

  • Bilder und Sprache: Viele Modelle sind seit 2023 multimodal. Sie verarbeiten neben Text auch Bilder oder gesprochene Sprache, manche erzeugen sie auch.
  • Websuche: ChatGPT sucht bei Bedarf selbst im Web und nennt die Quellen, auch in der kostenlosen Version. Claude kann ebenfalls im Web suchen und gibt die Quellen an. Gemini stützt einen Teil seiner Antworten auf die Google Suche. Auch Suchergebnisse können falsch oder veraltet sein, ein Blick in die Quelle lohnt sich.
  • Reasoning-Modelle: Seit Ende 2024 gibt es Modelle, die eine Aufgabe erst in Zwischenschritten durcharbeiten und dann antworten. Das hilft vor allem bei Mathematik, Logik und Programmieren, dauert aber länger.
  • Gedächtnis: ChatGPT, Claude und Gemini können sich Angaben aus früheren Chats merken und später darauf zurückgreifen. Was genau verfügbar ist, hängt von Tarif und Land ab. Die Funktion lässt sich in den Einstellungen abschalten.
  • Agenten: Einige Anbieter lassen den Chatbot erste Aufgaben selbstständig erledigen, etwa im Browser. Beispiele sind Gemini Spark von Google (Beta) und Perplexity Computer. Google weist selbst darauf hin, dass dabei Fehler passieren können und man im Auge behalten sollte, was der Assistent tut.
  • Lokale Modelle: Offene Modelle lassen sich herunterladen und auf dem eigenen Rechner betreiben, zum Beispiel mit Ollama oder LM Studio.

Am Grundprinzip ändert das nichts: Im Kern sagt das Modell weiterhin vorher, wie ein Text weitergeht. Die neuen Fähigkeiten kommen durch zusätzliches Training und durch Werkzeuge, die der Chatbot dem Modell bereitstellt.

FAQ – Häufige Fragen zu LLMs

Wofür steht die Abkürzung LLM?

LLM steht für Large Language Model, auf Deutsch: großes Sprachmodell. Gemeint ist ein KI-Modell, das mit sehr großen Textmengen trainiert wurde und Texte verstehen und erzeugen kann. Die Mehrzahl lautet LLMs.

Ist ChatGPT ein LLM?

Genau genommen nicht. ChatGPT ist ein Chatbot, also die Anwendung. Die Sprachmodelle dahinter gehören zur GPT-Reihe von OpenAI, und das sind LLMs. Im Alltag wird beides oft gleichgesetzt.

Was bedeutet GPT?

GPT steht für Generative Pre-trained Transformer. Das sind Sprachmodelle, die vorab darauf trainiert wurden, das nächste Wort vorherzusagen. „Transformer“ heißt die Bauweise, die Google-Forscher 2017 vorgestellt haben und auf der heute die meisten LLMs beruhen.

Welches LLM ist das beste für Einsteiger?

ChatGPT ist für Einsteiger oft die beste Wahl, weil es kostenlos verfügbar ist, eine einfache Oberfläche hat und sehr weit verbreitet ist. Dadurch findest Du viele Tutorials und Hilfestellungen online. Aber auch Claude und Gemini sind einsteigerfreundlich. Am besten probierst Du mehrere aus und entscheidest dann, welches Dir am besten gefällt.

Sind LLMs kostenlos nutzbar?

Die meisten LLMs bieten kostenlose Versionen an, die für den Einstieg völlig ausreichen. ChatGPT, Claude und Gemini haben alle kostenlose Zugänge. Allerdings gibt es oft Einschränkungen, etwa bei der Anzahl der Anfragen pro Tag oder bei den verfügbaren Funktionen. Kostenpflichtige Versionen bieten mehr Leistung, schnellere Antworten und Zugang zu neueren Modellen.

Brauche ich technisches Wissen, um LLMs zu nutzen?

Nein, überhaupt nicht. Du musst nur schreiben können, was Du wissen oder erledigt haben möchtest. Die Bedienung ist so einfach wie das Schreiben einer Textnachricht. Je klarer und präziser Deine Anfrage ist, desto besser wird das Ergebnis – aber das lernst Du schnell durch Ausprobieren.

Warum kennt ein LLM aktuelle Ereignisse nicht?

Jedes Modell hat einen Wissensstichtag. Was nach dem Ende des Trainings passiert ist, steckt nicht im Modell. Chatbots mit Websuche gleichen das aus. Ohne Suche kann die Antwort zu aktuellen Themen veraltet oder falsch sein.

Kann ich ein LLM auf dem eigenen Rechner nutzen?

Ja. Offene Modelle kannst Du herunterladen und auf dem eigenen Rechner betreiben, zum Beispiel mit Programmen wie Ollama oder LM Studio. Wie groß das Modell sein darf, hängt vor allem vom Arbeitsspeicher und von der Grafikkarte ab. Die größten Modelle laufen auf normalen PCs nicht.

Wie sicher sind meine Daten bei LLMs?

Das hängt vom Anbieter und von Deinen Einstellungen ab (Stand Oktober 2026). Bei ChatGPT dürfen Unterhaltungen aus den Tarifen für Privatnutzer zum Training der Modelle verwendet werden. Das kannst Du in den Einstellungen unter den Datenkontrollen („Data controls“) abschalten. Bei Claude entscheidest Du seit Herbst 2025 selbst, ob Deine Chats ins Training einfließen dürfen. Bei Gemini hängt es an der Einstellung „Aktivitäten speichern“. Ist sie eingeschaltet, nutzt Google die Chats auch zum Training, und ein Teil wird von Menschen geprüft. Für Firmenkonten gelten bei den Anbietern eigene Regeln. Sensible oder vertrauliche Informationen solltest Du generell nicht in einen Chatbot eingeben.

Fazit: LLMs verstehen und nutzen

Large Language Models sind eine der spannendsten technologischen Entwicklungen der letzten Jahre. Sie können Dir im Alltag, im Studium oder im Beruf enorm weiterhelfen – wenn Du verstehst, wie sie funktionieren und wo ihre Grenzen liegen.

Die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst: Ein LLM ist ein Sprachmodell, das mit riesigen Textmengen trainiert wurde. Es generiert Antworten, indem es Wort für Wort vorhersagt, welches Wort am wahrscheinlichsten passt. LLMs können nicht denken, haben kein Bewusstsein und machen Fehler. Aber sie sind unglaublich nützliche Werkzeuge, wenn man sie richtig einsetzt.

In den weiteren Teilen dieser Serie geht es um den Vergleich der KI-Modelle (Teil 3) und um Prompting (Teil 4). Die Links findest Du unter diesem Artikel.

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Weitere Teile dieser Serie

Quellen

Alle Quellen abgerufen am 10. Oktober 2026.