Technische Blackout-Ausrüstung: Was Du zu Hause haben solltest

Ein Stromausfall kündigt sich selten an. Ob kurzer lokaler Ausfall durch ein Unwetter oder länger andauernder, großflächiger Blackout – in beiden Fällen entscheidet die vorhandene technische Blackout-Ausrüstung darüber, wie gut Du die Zeit ohne Netzstrom überstehst. In diesem Beitrag bekommst Du eine sachliche Übersicht: Was macht eine sinnvolle technische Blackout-Ausrüstung aus? Aufgeteilt nach Kommunikation, Stromversorgung, Beleuchtung und Messtechnik. Die verlinkten Einzeltests auf diesem Blog gehen bei den jeweiligen Geräten weiter in die Tiefe.

Wichtig zur Einordnung: Technik ist nur ein Baustein der Vorsorge. Genauso dazu gehören ein Wasser- und Lebensmittelvorrat, Hygieneartikel und weitere Grundversorgung – eine vollständige Übersicht dazu bietet die Broschüre „Vorsorge für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dieser Beitrag konzentriert sich bewusst auf die technische Seite, die in allgemeinen Vorsorge-Ratgebern oft nur am Rande behandelt wird.

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Warum technische Blackout-Ausrüstung zur Vorsorge gehört

Eine durchdachte technische Blackout-Ausrüstung muss nicht teuer oder kompliziert sein. Es reicht, wenn Du in den vier Bereichen Kommunikation, Stromversorgung, Beleuchtung und Messtechnik jeweils eine funktionierende Grundlösung zu Hause hast. Warum sich das lohnt, zeigt ein Blick auf die aktuelle Lage.

Wie stabil ist die Versorgung aktuell?

Deutschland hat im internationalen Vergleich ein sehr stabiles Stromnetz. Ob das so bleibt, ist allerdings offen: Die Gasspeicher lagen Mitte August 2026 bei rund 50 % Füllstand und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau und dem gesetzlichen Zwischenziel – ein Hinweis darauf, dass sich die Rahmenbedingungen der Energieversorgung gerade stark verändern.

Den aktuellen Gasspeicherstand kannst Du tagesaktuell auf meinem Telegram-Kanal verfolgen: https://t.me/gasspeicherstand_de

Warum es trotzdem zu Stromausfällen kommt

Schon jetzt kommt es regelmäßig zu lokalen und regionalen Stromausfällen – durch Unwetter, Vegetationsbrände in Leitungsnähe, technische Defekte oder Überlastungen im Netz. Hinzu kommen inzwischen auch gezielte Sabotageakte: 2025 und 2026 gab es mehrere Anschläge auf Stromnetz-Infrastruktur in Deutschland, zwei davon allein in Berlin (September 2025 in Adlershof/Johannisthal und Januar 2026 in Lichterfelde), beide der linksextremistischen Szene zugeordnet. Genau solche Ereignisse zeigen, warum sich eine technische Blackout-Ausrüstung lohnt, auch wenn Deutschland insgesamt gut dasteht.
Eine ausführliche Einordnung dazu sowie zu den weiteren Risikofaktoren für die Stromversorgung findest Du in meiner Analyse zur Stromversorgung in Deutschland 2026.

Information und Kommunikation im Blackout

Bei einem großflächigen Blackout fällt das Internet sofort aus. Das Mobilfunknetz hält meist noch eine Weile durch, weil Basisstationen über Akkus gepuffert sind. Eine bundesweit einheitliche gesetzliche Mindestdauer dafür gibt es in Deutschland bislang nicht – in der Praxis variiert es stark je nach Standort, häufig zwischen 4 und 8 Stunden. Verlassen solltest Du Dich darauf trotzdem nicht: Schon innerhalb dieser Zeit wird das Netz oft durch die schiere Menge an gleichzeitigen Verbindungsversuchen überlastet – ähnlich wie zu Silvester, nur ohne Entspannung danach. Praktisch nutzbar ist das Mobilfunknetz im Ernstfall also oft schon deutlich früher am Limit, als die reine Akkulaufzeit vermuten lässt. Danach fällt auch das Mobilfunknetz endgültig aus.

Zur Einordnung: Nicht jeder Stromausfall ist ein Blackout im engeren Sinn – die genauen Unterschiede zwischen Blackout, Brownout und lokalem Stromausfall erkläre ich in meiner Analyse zur Stromversorgung in Deutschland 2026. Ein Hinweis noch zum Heimnetz: Selbst wenn Du Deinen eigenen Router per Generator oder USV weiterlaufen lässt, bricht die Internetverbindung in der Regel trotzdem zusammen, weil der Kabelverzweiger oder DSLAM in der Straße meist nicht gepuffert ist – die ganze Kette bis zur Vermittlungsstelle müsste mit Notstrom versorgt sein, nicht nur Dein eigenes Gerät. Wer weiterhin Informationen empfangen oder sich mit anderen austauschen möchte, braucht dafür unabhängige Wege. Kommunikation ist genauso wie Stromversorgung und Beleuchtung ein zentraler Teil, wenn technische Blackout-Ausrüstung ihren Zweck erfüllen soll.

Kurbelradio und Weltempfänger

Ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio ist die einfachste Lösung, um weiterhin Nachrichten zu empfangen. Ich habe zwei Modelle im Detail getestet: das Duronic SDAB1 Kurbelradio und das Acta Berg Kurbelradio. Wer zusätzlich Kurzwelle empfangen möchte, etwa um internationale Sender zu hören, findet in meinem Test des Sihuadon/XHDATA D-808 Weltempfängers weitere Details.

Das EWF/ASA-Warnsystem

Ergänzend zum Radio lohnt sich ein Blick auf das amtliche Warnsystem EWF/ASA, über das Behörden im Krisenfall Warnmeldungen verbreiten. Wie das genau funktioniert, habe ich in einem eigenen Artikel zu EWF/ASA erklärt.

Funkgeräte: PMR446, CB-Funk und Amateurfunk

Für die Kommunikation über kurze bis mittlere Distanzen, etwa innerhalb der Nachbarschaft oder Familie, kommen Funkgeräte infrage – ein sinnvoller Baustein der technischen Blackout-Ausrüstung, gerade wenn Mobilfunk und Internet bereits ausgefallen sind. Hier lohnt sich eine klare Unterscheidung, weil die rechtlichen Rahmenbedingungen unterschiedlich sind:

PMR446 ist in Deutschland lizenzfrei nutzbar, allerdings nur mit Geräten, die für den europäischen PMR446-Standard zugelassen sind. Gerade bei günstigen Importgeräten ist das nicht immer der Fall – vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf die CE-Kennzeichnung und die zulässige Sendeleistung.

Prüfe vor dem Kauf in jedem Fall selbst, ob das jeweilige Gerät die CE-Kennzeichnung trägt und für den europäischen PMR446-Standard zugelassen ist!

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CB-Funk (Citizen Band) ist ebenfalls ohne Lizenz nutzbar, mit CE-konformen Geräten bis 4 Watt FM auf 80 Kanälen. Ich nutze selbst seit Jahren ein älteres CB-Funkgerät der Firma Stabo. CB-Funk bietet gegenüber PMR446 mehr Reichweite, besonders wenn das Gerät fest im Auto mit Dachantenne betrieben wird. Besser für die Reichweite ist eine grössere Außenantenne (Blitzschutz beachten!). Bei einem Stromausfall kann das CB-Funkgerät dann über einen Generator oder eine aufgeladene Autobatterie betrieben werden.

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CB-Funk-Gerät der Firma Stabo

Amateurfunk erfordert eine Lizenz und eine Prüfung bei der Bundesnetzagentur, bietet dafür aber deutlich mehr Möglichkeiten in Reichweite und Frequenzbereich als PMR446 oder CB-Funk. Ich besitze selbst eine Amateurfunklizenz. Mehr Informationen dazu gibt es beim Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC).

Satelliteninternet über Starlink

Satelliteninternet über Starlink bleibt bei einem regionalen oder überregionalen Blackout in der Regel nutzbar, weil die Verbindung direkt zu Satelliten und Bodenstationen läuft – unabhängig vom lokalen Kabelverzweiger oder DSLAM, der bei einem klassischen Internetanschluss sonst als Erstes ausfällt. Beim großflächigen Stromausfall in Spanien und Portugal im Frühjahr 2025 blieb Starlink durchgehend funktionsfähig, während beide Länder ohne Netzstrom waren.

Voraussetzung ist, dass Du die Antenne selbst mit Strom versorgst: Die kompakte Starlink Mini benötigt dabei etwa 20 bis 40 Watt, die Standard-Antenne rund 50 bis 100 Watt – beides lässt sich mit einer guten Powerbank oder einem kleinen Solargenerator problemlos abdecken. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, bei einem Blackout wirklich unabhängig online zu bleiben.

Smartphone in der Krise

Auch ohne Mobilfunknetz bleibt das Smartphone nützlich, etwa als Taschenlampe oder für offline gespeicherte Karten. Manche Smartphones können außerdem per Reverse Charging (kabellos oder per Kabel, je nach Modell) kleine Geräte wie Kopfhörer, eine Smartwatch oder ein zweites Handy mit etwas Reststrom versorgen – ein vollwertiger Powerbank-Ersatz ist das nicht, aber im Notfall besser als nichts. Für Warnmeldungen gibt es zwei unabhängige Wege: die Warn-App NINA des BBK, die allerdings eine bestehende Internetverbindung braucht, sowie Cell Broadcast – eine seit 2023 fest in Smartphones eingebaute Technik, die Warnungen direkt über die Mobilfunkzelle ausstrahlt, ganz ohne App und ohne Datenverbindung, solange nur Netzempfang besteht. Ich habe NINA selbst noch nicht im Detail getestet und kann daher aktuell keine konkrete Empfehlung dazu geben.

Stromversorgung für den Ernstfall

Ohne Strom für die eigenen Geräte nützt die beste Kommunikationstechnik wenig, Stromversorgung ist der Kern, ohne den technische Blackout-Ausrüstung nicht funktioniert. Hier lohnt sich eine gestaffelte Lösung, von der kleinen Powerbank bis zum Generator.

Powerbank, Solargenerator und Solarpanel

Für kleine Geräte wie Smartphones reicht meist eine gute Powerbank. Für größere Verbraucher wie Router, Lampen oder kleine Küchengeräte habe ich die Jackery Explorer 1000 im Einsatz, aufgeladen über das dazugehörige, größere Solarpanel – Details dazu findest Du im verlinkten Testbericht. Für kleinere USB-Geräte unterwegs nutze ich separat ein kompaktes faltbares Solarpanel.

Stromgeneratoren

Für einen länger andauernden, großflächigen Blackout reichen Powerbank und Solarpanel meist nicht aus. Wer größere Verbraucher wie eine Heizungspumpe oder einen Kühlschrank versorgen möchte, kommt an einem klassischen Stromgenerator kaum vorbei – für viele der teuerste, aber auch leistungsstärkste Posten, wenn technische Blackout-Ausrüstung wirklich autark machen soll. Eine ausführliche Kaufberatung dazu findest Du in meinem Beitrag zu Stromgeneratoren für den Blackout.

Kfz-Wechselrichter

Ein Kfz-Wechselrichter wandelt die 12-Volt-Gleichspannung der Autobatterie in normale 230-Volt-Wechselspannung um, wie sie aus der Steckdose kommt. Für alle mit Auto ist das eine sinnvolle Ergänzung, wenn Du eine technische Blackout-Ausrüstung planst. Damit lassen sich kleinere Geräte wie ein Laptop-Netzteil, eine Ladestation oder eine Lampe direkt über das Auto betreiben – vorausgesetzt, ihre Leistungsaufnahme passt zur Wattzahl des Wechselrichters. Wer ein Auto besitzt, kann so die Autobatterie als zusätzliche Stromquelle nutzen, ohne dafür extra einen Generator zu brauchen.
Wichtig dabei: Der Motor sollte bei längerer Nutzung laufen, damit die Autobatterie nicht leergezogen wird.

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Der richtige Batterievorrat

Ganz normale AA- und AAA-Batterien sind ein oft unterschätzter Posten für die technische Blackout-Ausrüstung, etwa für Taschenlampen, Radios oder Funkgeräte. Wichtig ist weniger die Marke als die Menge: Leg Dir einen Vorrat an, der über mehrere Tage reicht, und kontrolliere ihn regelmäßig auf Haltbarkeit. Auch 9-Volt-Blockbatterien solltest Du gegebenenfalls bevorraten, etwa für Rauchmelder oder einige ältere Radios.

AA-Batterien:

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AAA-Batterien:

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9-Volt-Blockbatterien:

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Diverse Batteriearten als Vorrat

Multimeter und Batterietester

Um den Ladezustand von Batterien und Akkus zu prüfen, lohnt sich ein einfaches Messgerät, ein kleines, aber nützliches Extra für die technische Blackout-Ausrüstung. Ich nutze dafür seit Jahren ein Multimeter oder einen Batterietester.

Multimeter:

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Batterietester:

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Multimeter und Batterietester

Beleuchtung

Ohne Straßenbeleuchtung und ohne Deckenlicht wird es in den eigenen vier Wänden schnell dunkel. Gerade wenn der Strom länger ausfällt, ist Licht nicht nur praktisch, sondern auch fürs eigene Wohlbefinden wichtig, ob drinnen in der Wohnung, beim Blick nach draußen oder wenn Du kurz vor die Tür musst. Neben Kerzen, die hier als nicht-technische Lösung nicht weiter behandelt werden, lohnt sich deshalb eine verlässliche technische Beleuchtung als Baustein für die technische Blackout-Ausrüstung. Eine gestaffelte Beleuchtung aus Handlampe, Stirnlampe und Flächenlicht hat sich bei mir bewährt.

Taschenlampen

Eine gute Taschenlampe zählt zu den wichtigsten Posten, wenn Du Dir eine technische Blackout-Ausrüstung zulegst. Ich nutze ein Set von BEYSTE mit zwei unterschiedlich großen Taschenlampen: Die größere wird über USB-C mit einem 18650-Akku geladen, sowohl am normalen Netzstrom als auch, bereits praktisch erprobt, über ein faltbares Solarpanel. Die kleinere läuft mit einer mitgelieferten AA-Batterie. Im Set liegt außerdem ein Adapter bei, mit dem sich der 18650-Akku der großen Taschenlampe im Notfall durch drei handelsübliche AAA-Batterien ersetzen lässt, praktisch, falls der Akku leer oder gerade nicht aufgeladen ist.
Ein Hinweis zur Herstellerangabe: Die auf der Verpackung genannte Lumen-Zahl solcher Taschenlampen ist bei diesem Preissegment oft stark übertrieben und sollte nicht wörtlich genommen werden. Für den praktischen Hausgebrauch reicht die tatsächliche Leuchtkraft dennoch locker aus.

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Technische Blackout-Ausrüstung
Taschenlampenset der Firma Beyste

Stirnlampe

Für Arbeiten, bei denen Du beide Hände frei brauchst, etwa beim Hantieren mit dem Generator oder beim Wechseln von Batterien im Dunkeln, ist eine Stirnlampe praktisch.

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LED-Stirnlampe

LED-Strahler

Für die großflächige Ausleuchtung eines Raums, etwa in der Küche oder im Flur, eignen sich wiederaufladbare LED-Strahler.
Ich habe zwei davon für genau solche Fälle bereitliegen. Geladen habe ich sie bereits erfolgreich über mein faltbares Solarpanel. Manche LED-Strahler-Modelle lassen sich zusätzlich als Powerbank nutzen, um andere kleine Geräte darüber aufzuladen, ein praktisches Extra.

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LED - Strahler
LED - Strahler Rückseite

Messtechnik und Lagebeurteilung

Neben Kommunikation, Strom und Licht gehört im weiteren Sinn auch die Möglichkeit dazu, sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, wenn Du für Dich eine technische Blackout-Ausrüstung zusammenstellst.

Aktuelle Netzfrequenz

Die Netzfrequenz im europäischen Stromverbund gibt Hinweise auf die aktuelle Belastung des Netzes – und damit auf ein steigendes Risiko für einen Stromausfall, bevor er überhaupt eintritt.
Wichtig zur Einordnung: Das ist ein Frühwarn-Werkzeug für die Zeit vor einem Blackout, nicht für währenddessen – ist der Strom erst einmal weg, kannst Du die Seite ohnehin nicht mehr aufrufen.
Auf diesem Blog findest Du dazu eine live aktualisierte Anzeige, die ich über eine eigene API-Anbindung realisiert habe: Aktuelle Netzfrequenz. Wer die Entwicklung im Blick behalten möchte, kann diese Seite einfach als Lesezeichen speichern.

Geigerzähler

Ein Geigerzähler ist eigentlich keine technische Blackout-Ausrüstung im engeren Sinn – mit einem Stromausfall hat radioaktive Strahlung nichts zu tun. Da diese Serie aber allgemein Krisenvorsorge und Lagebeurteilung abdeckt, gehört das Gerät für mich trotzdem zur erweiterten Ausrüstung dazu, etwa für andere Krisenszenarien. Meinen ausführlichen Test dazu findest Du im Beitrag zum GQ GMC-800 Geigerzähler.

Hintergrund: Wie stabil ist die Stromversorgung in Deutschland?

Für die Einordnung, wie wahrscheinlich ein Stromausfall überhaupt ist, lohnt sich ein Blick auf den Zustand des deutschen Stromnetzes. Das ist zwar keine technische Blackout-Ausrüstung mehr im engeren Sinn, hilft Dir aber einzuschätzen, wie dringend Vorsorge tatsächlich ist. Ich habe dazu mehrere Hintergrundartikel veröffentlicht: zur Sicherheitsplattform Strom der Bundesnetzagentur, zur allgemeinen Stromversorgung in Deutschland 2026, sowie zur Entwicklung der Energiepreise in Deutschland 2026.

Wer die Lage laufend im Blick behalten möchte, findet auf meinem Telegram-Kanal Energie & Vorsorge tägliche Einordnungen nicht nur zu Strom, sondern auch zu Öl und Gas, Lebensmitteln, Lieferketten und weiteren vorsorgerelevanten Entwicklungen: https://t.me/EnergieVorsorgeDE

Schnellübersicht: Technische Blackout-Ausrüstung auf einen Blick

Kategorie Gerät Status
Kommunikation Kurbelradio Getestet, verlinkt
Kommunikation Weltempfänger Getestet, verlinkt
Kommunikation CB-Funkgerät In Nutzung, kein Einzeltest
Kommunikation PMR446-Gerät Nur informativ
Stromversorgung Powerbank Getestet, verlinkt
Stromversorgung Solargenerator (Jackery) Getestet, verlinkt
Stromversorgung Faltbares Solarpanel Getestet, verlinkt
Stromversorgung Batterien AA/AAA Empfehlung, verlinkt
Stromversorgung Kfz-Wechselrichter Empfehlung, verlinkt
Beleuchtung Taschenlampe In Nutzung, verlinkt
Beleuchtung Stirnlampe In Nutzung, ähnliches Modell verlinkt
Beleuchtung LED-Strahler In Nutzung, ähnliches Modell verlinkt
Messtechnik Geigerzähler Getestet, verlinkt
Messtechnik Netzfrequenz-Widget Live auf diesem Blog

Häufige Fragen zur technischen Blackout-Ausrüstung

Was gehört zur technischen Blackout-Ausrüstung?

Im Kern gehören vier Bereiche dazu: unabhängige Information und Kommunikation (Radio, Funkgerät), alternative Stromversorgung (Powerbank, Solarpanel, Generator), Beleuchtung (Taschenlampe, Stirnlampe, Flächenlicht) und ergänzende Messtechnik.

Brauche ich für CB-Funk eine Lizenz?

Nein, CB-Funk ist in Deutschland ohne Lizenz nutzbar, solange CE-konforme Geräte verwendet werden. Die zulässige Sendeleistung liegt bei 4 Watt (FM und AM) beziehungsweise 12 Watt PEP bei SSB. Antennen mit Gewinn sind erlaubt, solange die abgestrahlte Gesamtleistung die gesetzlichen Grenzwerte nicht überschreitet.

Ist jedes PMR446-Funkgerät für Deutschland zugelassen?

Nein. Gerade günstige Importgeräte entsprechen teilweise nicht dem europäischen PMR446-Standard. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf CE-Kennzeichnung und zulässige Sendeleistung.

Was ist der Unterschied zwischen Kurbelradio und Weltempfänger?

Ein Kurbelradio ist meist auf UKW und DAB+ beschränkt und primär auf Notstromversorgung ausgelegt. Ein Weltempfänger deckt zusätzlich Kurzwelle ab und ermöglicht damit den Empfang internationaler Sender, ist dafür aber selten mit Kurbelfunktion ausgestattet.

Wie funktioniert das EWF/ASA-Warnsystem?

EWF/ASA ist ein amtliches System, über das Behörden Warnmeldungen an Radiosender und weitere Kanäle übermitteln. Details dazu findest Du im verlinkten Einzelartikel weiter oben.

Wie viele Batterien sollte ich für den Notfall vorrätig haben?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht, da der Bedarf von der genutzten Ausrüstung abhängt. Sinnvoll ist ein Vorrat, der die wichtigsten Geräte (Radio, Taschenlampen, Funkgerät) über mehrere Tage versorgen kann, plus etwas Reserve.

Fazit

Eine solide technische Blackout-Ausrüstung muss weder teuer noch kompliziert sein. Mit einem Kurbelradio oder Weltempfänger, einer Powerbank oder einem Solargenerator, ein paar zuverlässigen Taschenlampen sowie einem ausreichenden Batterievorrat bist Du für die meisten in Deutschland realistischen Stromausfall-Szenarien gut vorbereitet. Ergänzend lohnen sich Funkgeräte für die Kommunikation und ein einfaches Messgerät, um den Zustand Deiner Ausrüstung im Blick zu behalten. Die verlinkten Einzeltests auf diesem Blog geben Dir zu jedem Bereich weitere Details an die Hand.

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