KI-Modelle im Vergleich – wer kann was? (Teil 3)

KI-Modelle im Vergleich – darum geht es in diesem dritten Teil der Serie: ChatGPT, Claude, Gemini, Grok, Perplexity und Qwen sind derzeit die bekanntesten KI-Assistenten. Viele davon klingen vertraut, aber was genau steckt dahinter, wofür ist welches am besten geeignet, und wo liegt der Unterschied? Dieser Artikel gibt Dir einen klaren Überblick – ohne Vorkenntnisse und in verständlicher Weise.

KI-Modelle im Vergleich - Vorschaubild

Wer in diese Serie einsteigen möchte: Teil 1 erklärt, was Künstliche Intelligenz grundsätzlich ist, und Teil 2 erklärt, wie ein LLM – also ein großes Sprachmodell – im Hintergrund funktioniert. Dieser Artikel hier ist aber auch ohne die Vorgänger verständlich.

Kurzer Hinweis vorab: Was wird hier verglichen?

Alle Modelle in diesem Artikel sind sogenannte LLMs – also Sprach-KIs, die mit Text arbeiten. Du tippst eine Frage oder einen Auftrag ein, das Modell antwortet in Textform. Das ist der gemeinsame Nenner aller hier vorgestellten Tools.

Daneben gibt es noch andere KI-Typen, die hier nicht Thema sind: Bild-KIs wie Midjourney oder Leonardo erzeugen Bilder aus Textbeschreibungen, Video-KIs wie Sora von OpenAI erstellen kurze Clips. Diese Bereiche kommen in späteren Teilen dieser Serie dran. Heute geht es ausschließlich um die Sprach-KIs – also das, was die allermeisten Menschen meinen, wenn sie von „der KI“ sprechen.

ChatGPT (OpenAI) – Der Platzhirsch

OpenAI wurde 2015 in San Francisco gegründet, unter anderem von Sam Altman und anfänglich auch von Elon Musk, der das Unternehmen später verließ. Im November 2022 veröffentlichte OpenAI ChatGPT. Innerhalb weniger Tage hatten Millionen Menschen das Tool ausprobiert – kein Technologieprodukt zuvor war so schnell gewachsen. ChatGPT hat den Begriff KI-Chatbot für die breite Öffentlichkeit erst geprägt.

Screenshot der ChatGPT-Eingabemaske

Was ChatGPT besonders gut kann

ChatGPT ist breit aufgestellt: Texte schreiben, E-Mails formulieren, Fragen beantworten, Zusammenfassungen erstellen, Übersetzen, Rezepte vorschlagen, beim Programmieren helfen. Die neueren Versionen können außerdem Bilder analysieren und Dokumente lesen. Was ChatGPT besonders auszeichnet: Es hält den Faden eines Gesprächs gut und geht auf Nachfragen ein.

Für wen ist ChatGPT geeignet?

ChatGPT ist für fast jeden ein guter erster Schritt. Die Oberfläche ist aufgeräumt, die Bedienung intuitiv. Wer zum ersten Mal eine KI ausprobieren möchte, findet hier außerdem die größte Auswahl an deutschsprachigen Tutorials und Hilfestellungen – das ist beim Einstieg ein echter Vorteil.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Die kostenlose Version ist nutzbar, zeigt seit Anfang 2026 aber Werbeanzeigen und hat spürbare Nutzungsgrenzen. Wer ChatGPT ernsthafter einsetzen möchte, findet mit dem „Go“-Plan für rund 8 Euro im Monat einen günstigeren Einstieg. ChatGPT Plus kostet in Deutschland derzeit 23 Euro im Monat und bietet schnellere Antworten, Zugang zu den neuesten Modellen, Bildgenerierung und keine Werbung.

→ chatgpt.com

Claude (Anthropic) – Der Bedächtige

Anthropic wurde 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet – darunter die Geschwister Dario und Daniela Amodei. Das Unternehmen hat von Beginn an einen anderen Kurs eingeschlagen: Sicherheit und Verlässlichkeit stehen hier vor Geschwindigkeit. Claude – der Name klingt bewusst menschlich – ist das Ergebnis dieser Philosophie.

Screenshot der Claude-Eingabemaske von Anthropic

Was Claude besonders gut kann

Claude ist dann am stärksten, wenn es um lange und komplexe Texte geht. Wer ein mehrseitiges Dokument hochlädt und eine saubere Zusammenfassung oder eine Analyse braucht, ist hier sehr gut aufgehoben. Das Modell antwortet durchdacht, erklärt gerne den Hintergrund einer Aussage mit – und sagt verlässlich, wenn es etwas nicht weiß, statt einfach eine plausibel klingende Antwort zu erfinden. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Für wen ist Claude geeignet?

Claude ist eine sehr gute Wahl für alle, die viel mit Texten arbeiten: Briefe schreiben, Bewerbungen formulieren, lange Artikel zusammenfassen, Verträge oder Behördenschreiben verstehen. Wer ausführlichere und gut strukturierte Antworten bevorzugt statt knapper Stichworte, wird Claude schnell schätzen lernen.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Claude ist in der Basisversion kostenlos nutzbar. Claude Pro kostet rund 20 Euro im Monat und bietet mehr tägliche Anfragen sowie Zugang zu den leistungsfähigsten Modellen.

→ claude.ai

Gemini (Google) – Der Vernetzte

Gemini ist Googles KI-Assistent, entwickelt von Google DeepMind – einer der bekanntesten KI-Forschungsabteilungen der Welt. Google selbst forscht seit Jahrzehnten im KI-Bereich, lange bevor das Thema in der Öffentlichkeit ankam. Gemini profitiert direkt davon, tief in das Google-Ökosystem eingebettet zu sein: Gmail, Google Docs und die Google-Suche sind mit Gemini verbunden oder werden es schrittweise.

Screenshot der Gemini-Oberfläche von Google

Was Gemini besonders gut kann

Der wichtigste Unterschied zu vielen Konkurrenten: Gemini kann auf aktuelle Informationen aus dem Internet zugreifen. Andere Modelle kennen nur ihren Trainingsstand und liefern manchmal veraltete Antworten. Gemini sucht in Echtzeit – das macht sich besonders bei Fragen zu aktuellen Ereignissen, Preisen oder Nachrichten bemerkbar. Wer bereits Gmail nutzt, kann Gemini außerdem direkt bitten, E-Mails zusammenzufassen oder zu beantworten.

Für wen ist Gemini geeignet?

Gemini ist besonders interessant für alle, die bereits im Google-Ökosystem zu Hause sind: Gmail, Android-Smartphone, Google-Suche. Die Integration ist dann so nahtlos, dass man kaum merkt, wo die gewohnte Oberfläche aufhört und die KI anfängt. Auch wer aktuelle Informationen braucht und keine veralteten Antworten in Kauf nehmen möchte, sollte Gemini ausprobieren.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Gemini ist in der Basisversion kostenlos nutzbar. Die erweiterte Version läuft unter dem Namen Google AI Pro und kostet 21,99 Euro im Monat – sie ist Teil des Google One-Abonnements und beinhaltet neben Gemini auch zusätzlichen Cloud-Speicher und weitere Google-Dienste.

→ gemini.google.com

Grok (xAI) – Der Direkte

Grok stammt von xAI, dem KI-Unternehmen von Elon Musk, das er 2023 gründete – nachdem er zuvor selbst Mitgründer von OpenAI war und das Unternehmen verlassen hatte. Lange war Grok eng an die Plattform X (früher Twitter) gebunden. Seit Anfang 2026 ist das anders: Grok hat eine eigene Plattform und eigene Abonnements – ein X-Konto ist nicht mehr nötig. Der Stil des Modells blieb gleich: direkter, weniger eingeschränkt als viele Konkurrenten, mit einer Tendenz zur Ironie.

Screenshot der Grok-Oberfläche von xAI

Was Grok besonders gut kann

Grok hat Echtzeitzugriff auf Beiträge und Trends der Plattform X und kann damit sehr tagesaktuelle Informationen liefern, die andere Modelle nicht haben. Es antwortet direkt und ohne Umschweife, auch bei Themen, bei denen andere Modelle ausweichen. Die neueste Version kann außerdem Bilder analysieren und erzeugen.

Für wen ist Grok geeignet?

Grok ist vor allem für Nutzer interessant, die auf X aktiv sind oder besonders direkte Antworten schätzen. Für den klassischen Alltagsgebrauch – Texte schreiben, Fragen beantworten, Zusammenfassungen erstellen – ist es solide, aber nicht unbedingt die erste Empfehlung für den Einstieg.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Eine kostenlose Version ist direkt auf grok.com nutzbar – ohne X-Konto, ohne Anmeldung, allerdings auf 10 Anfragen alle zwei Stunden begrenzt. Wer mehr möchte, wählt zwischen dem Einsteiger-Abo „SuperGrok Lite“ für rund 10 Dollar im Monat oder dem vollwertigen „SuperGrok“ für rund 30 Dollar im Monat.

→ grok.com

Perplexity – Die KI-Suchmaschine

Perplexity AI wurde 2022 in San Francisco gegründet und verfolgt einen klar anderen Ansatz als alle anderen hier vorgestellten Modelle. Es ist nicht primär ein Schreibassistent, sondern eine KI-gestützte Suchmaschine: Du stellst eine Frage, Perplexity durchsucht das Netz, fasst die Ergebnisse zusammen – und zeigt dabei alle verwendeten Quellen direkt an. So lässt sich jeder Punkt nachprüfen.

Screenshot der Perplexity-Suchoberfläche

Was Perplexity besonders gut kann

Die Stärke von Perplexity liegt in der Transparenz. Jede Antwort enthält nummerierte Quellenangaben, auf die man direkt klicken kann. Das ist ein erheblicher Unterschied zu Modellen, die einfach eine Antwort generieren, ohne zu erklären, worauf sie sich stützen. Wer einen Sachverhalt recherchieren, eine Krankheit nachschlagen oder aktuelle Nachrichten verstehen möchte, ohne Gefahr zu laufen, erfundenen Informationen aufzusitzen, ist hier sehr gut aufgehoben

Für wen ist Perplexity geeignet?

Perplexity empfiehlt sich besonders für alle, denen es wichtig ist zu wissen, woher eine Information stammt. Die Oberfläche erinnert bewusst an eine normale Suchmaschine – das senkt die Hemmschwelle. Perplexity ist außerdem das einzige Modell dieser Übersicht, das ohne jede Registrierung sofort im Browser genutzt werden kann.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Perplexity ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar – ein echter Vorteil für den Einstieg. Die Pro-Version kostet rund 20 Euro im Monat und bietet Zugang zu verschiedenen Modellen und erweiterte Funktionen.

→ perplexity.ai

Qwen (Alibaba) – Der Newcomer aus Asien

Qwen – ausgesprochen ungefähr wie „Tschen“ – ist das KI-Modell des chinesischen Technologiekonzerns Alibaba. Alibaba ist in China das, was Amazon und Google zusammen in Europa wären: ein Handelsriese mit enormen Cloud- und KI-Kapazitäten. Qwen wird seit 2023 öffentlich zugänglich gemacht, unter anderem als Open-Source-Modell, das jeder frei herunterladen kann.

Screenshot der Qwen-Oberfläche von Alibaba

Was Qwen besonders gut kann

Qwen schneidet in internationalen Vergleichstests bei Logik, Mathematik und Programmierung sehr gut ab und unterstützt viele Sprachen, darunter Deutsch. Für technikaffine Nutzer, die ein leistungsstarkes Modell lokal auf dem eigenen Rechner betreiben möchten, sind die Open-Source-Varianten von Qwen besonders interessant – man ist damit unabhängig von externen Servern.

Für wen ist Qwen geeignet?

Qwen ist eher etwas für Nutzer, die bewusst eine Alternative außerhalb der amerikanischen Anbieter suchen oder die mit KI auf dem eigenen Computer arbeiten möchten. Als erster Einstieg ist es weniger geeignet, weil deutschsprachige Tutorials und Hilfestellungen noch rar sind.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Qwen ist in der Basisversion kostenlos nutzbar. Die Open-Source-Varianten stehen ebenfalls kostenlos bereit, erfordern aber technisches Grundwissen.

→ chat.qwen.ai

KI-Modelle im Vergleich – Die Übersichtstabelle

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Sie ist als erste Orientierung gedacht – das eigene Ausprobieren bleibt der beste Weg, um ein echtes Gefühl für die Unterschiede zu bekommen.

Modell Anbieter Stärken Besonders geeignet für Kostenlos?
ChatGPT OpenAI (USA) Sehr vielseitig, große Community, viele Tutorials Einsteiger, allgemeiner Alltag Ja (Basis)
Claude Anthropic (USA) Lange Texte, durchdachte Antworten, verlässlich Schreiben, Analysieren, Dokumente Ja (Basis)
Gemini Google (USA) Aktuelle Infos aus dem Netz, Google-Integration Google-Nutzer, tagesaktuelle Themen Ja (Basis)
Grok xAI (USA) Direkt, X-vernetzt, wenig Einschränkungen Direkte Antworten, tagesaktuelle Infos Ja (eingeschränkt)
Perplexity Perplexity AI (USA) Quellenangaben, Websuche, transparent Recherche, Faktencheck, kein Login nötig Ja, ohne Anmeldung
Qwen Alibaba (China) Mehrsprachig, Open Source, Logik & Mathematik Technikaffine, Open-Source-Nutzer Ja (Basis)

Noch ein kurzer Hinweis: Diese sechs Modelle können deutlich mehr, als hier beschrieben wird – von der Programmierung über Datenanalyse bis hin zur Automatisierung ganzer Arbeitsabläufe. Wer auf diesem Gebiet unterwegs ist, hat sich ohnehin schon eigene Wege erschlossen. Dieser Artikel konzentriert sich bewusst auf das, was für den Einstieg zählt.

Natürlich gibt es noch weitere KI-Modelle – auch solche, die in Europa entwickelt werden. Das bekannteste Beispiel ist Mistral aus Frankreich. Mistral ist besonders für alle interessant, denen europäischer Datenschutz wichtig ist, da die Server in Europa stehen. Für den Einstieg und den alltäglichen Gebrauch kommt es an die oben vorgestellten Modelle jedoch noch nicht ganz heran. Wer sich dafür interessiert, kann es unter mistral.ai ausprobieren. Dieser Artikel beschränkt sich bewusst auf die aktuell verbreitetsten Modelle – alles andere würde den Rahmen sprengen.

Womit anfangen?

Wer noch nie eine KI genutzt hat und einfach einmal schauen möchte, was das alles kann: Geh auf chatgpt.com oder claude.ai, leg Dir einen kostenlosen Account an und stell eine Frage, die Dich gerade beschäftigt. Es muss nichts Kompliziertes sein – eine Frage zu einem Arzttermin, eine E-Mail, die Du formulieren möchtest, oder einfach: „Erkläre mir, wie ein Kühlschrank funktioniert.“ Die Bedienung ist so einfach wie das Schreiben einer Textnachricht.

Wer besonders auf verlässliche Quellen achtet: Perplexity – ohne jede Anmeldung, direkt im Browser. Wer schon alles über Google abwickelt: Gemini. Und wer möchte, kann alle kostenlosen Versionen parallel nutzen – viele erfahrene Anwender (auch ich) wechseln je nach Aufgabe zwischen zwei oder drei Modellen. Das ist kein Aufwand, und man lernt dabei schnell, wo die Unterschiede tatsächlich liegen.

FAQ – Häufige Fragen zu KI-Modellen im Vergleich

Welches Modell ist das beste für Einsteiger?

Für den ersten Schritt sind ChatGPT, Claude und Perplexity am zugänglichsten. Alle drei sind auf Deutsch gut nutzbar, haben klare Oberflächen und bieten kostenlose Basisversionen. ChatGPT hat den Vorteil der größten deutschsprachigen Hilfe-Community. Perplexity punktet damit, dass es ohne Registrierung sofort losgeht.

Muss ich mich bei allen Diensten registrieren?

Bei ChatGPT, Claude und Gemini ist eine kostenlose Registrierung mit E-Mail-Adresse nötig. Perplexity ist die Ausnahme: Es ist sofort ohne Anmeldung nutzbar – das macht es zum einfachsten Einstieg überhaupt.

Sind meine Daten bei diesen KI-Diensten sicher?

Alle großen Anbieter speichern die Gespräche. In den Einstellungen kann einiges eingestellt werden (zB. ob die Chatgespräche für das Training verwendet werden dürfen).
Die wichtigste Grundregel: Keine sensiblen Daten eingeben – keine Passwörter, Bankdaten, Gesundheitsinformationen oder persönliche Dokumente. Das gilt bei jedem dieser Dienste.

Kann ich mehrere Modelle gleichzeitig nutzen?

Ja, und das ist durchaus sinnvoll. Alle kostenlosen Versionen sind unabhängig voneinander. Viele Menschen stellen dieselbe Frage bei zwei verschiedenen Modellen und vergleichen die Antworten. So bekommt man schnell ein Gefühl dafür, welches Modell für welche Aufgabe am besten passt.

Gibt es auch KI für Bilder oder Videos?

Ja. Neben den Sprach-KIs in diesem Artikel gibt es Bild-KIs wie Midjourney oder Leonardo, die aus einer kurzen Textbeschreibung ein Bild erzeugen, und Video-KIs wie Sora von OpenAI. Diese Bereiche werden in einem späterem eigenen Teil dieser Serie vorgestellt.

Kosten die kostenlosen Versionen wirklich nichts?

Die Basisversionen von ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity sind tatsächlich kostenlos. Aber es gibt Einschränkungen – etwa bei der Anzahl der täglichen Anfragen oder beim Zugang zu den neuesten Modellversionen. Für den normalen Alltagsgebrauch reichen die kostenlosen Versionen in der Regel völlig aus.

Warum gibt es so viele verschiedene Modelle?

Weil unterschiedliche Unternehmen unterschiedliche Ansätze verfolgen – bei den Trainingsdaten, der Unternehmensphilosophie und dem Einsatzbereich. Die Unterschiede wirken beim ersten Ausprobieren oft klein. Wer aber mehrere Wochen mit verschiedenen Modellen arbeitet, merkt sehr deutlich, dass jedes seinen eigenen Charakter hat.

Fazit

Wer die gängigen KI-Modelle im Vergleich betrachtet, stellt schnell fest: Es gibt kein universell bestes Modell – sondern unterschiedliche Werkzeuge für unterschiedliche Aufgaben. ChatGPT ist der vielseitigste Allrounder für den Einstieg. Claude überzeugt bei langen Texten und zuverlässigen Antworten. Gemini ist die erste Wahl für alle, die tief im Google-Umfeld stecken. Grok ist direkt und tagesaktuell. Perplexity liefert Antworten mit Quellenangaben und braucht nicht einmal eine Registrierung. Und Qwen ist eine solide Alternative für alle, die bewusst außerhalb der amerikanischen Plattformen suchen.

Das Wichtigste bleibt: einfach anfangen. Kein Modell ist kompliziert zu bedienen, keines kostet beim Ausprobieren etwas, und die Bedienung ist wirklich so einfach wie das Schreiben einer normalen Nachricht.

Im nächsten Teil dieser Serie geht es darum, wie man mit einer KI wirklich gut kommuniziert – also wie man seine Anfragen so formuliert, dass man verlässlich gute Antworten bekommt. Das Stichwort dazu lautet Prompting. 

Hinweis zum Stand dieses Artikels: Die KI-Branche entwickelt sich in einem Tempo, das kaum ein anderer Technikbereich kennt. Neue Modelle, veränderte Preise, neue Funktionen – das sind keine Ausnahmen, sondern der Normalzustand. Was heute für ChatGPT, Claude oder Gemini gilt, kann in wenigen Wochen schon wieder anders aussehen. Das betrifft nicht nur die hier vorgestellten Sprach-KIs, sondern genauso Bild-KIs, Video-KIs und Musik-KIs, über die in späteren Teilen dieser Serie noch zu reden sein wird. Dieser Artikel gibt deshalb eine Orientierung nach aktuellem Stand wider.

Weitere Teile dieser Serie

Quellen